Gestaltgebendes Thema ist der hohe, zentrale Speisesaal. Durch das Aufbrechen der Dachfläche erhält der Raum zusätzliches Licht durch die in Firstrichtung verlaufende Laterne.
GUT BODMAN OBST benötigt ein größeres Betriebsgebäude. Das Raumprogramm sieht Maschinenhalle, Obstlager, Werkstatt, Büro und Mitarbeiterwohnungen vor. Lager und Maschinenhalle werden in einer großen, einfachen Halle mit Stahltragwerk und Paneel-Fassade untergebracht. Der matte olivfarbene Anstrich lässt das Volumen zwischen den Apfelbäumen der Plantage verschwinden. Die Dachfläche der Halle ist mit Photovoltaikelementen belegt. Bei idealen Bedingungen können 400 Kilowattstunden Strom pro Stunde erzeugt werden. Diese decken den Eigenbedarf und unterstützen Gebäudebeheizung und Warmwasserbereitung. Der östliche, holzverkleidete Kopfbau nimmt die restlichen Funktionen auf. Im Obergeschoss befinden sich Wohnungen für ca. 30 Saisonmitarbeiter. Gestaltgebendes Thema ist der hohe, zentrale Speisesaal. Durch das Aufbrechen der Dachfläche erhält der Raum zusätzliches Licht durch die in Firstrichtung verlaufende Laterne. Die Giebelspitze erfährt so eine zurückhaltende Akzentuierung. In dem oberen Giebelfeld befindet sich eine kreisförmige Scheibe, auf welche die Bodmaner Künstlerin Hanna Siecke einen Baum mit mächtiger Wurzel gemalt hat. Die Möbel im Saal und in den Wohnstuben, Betten, Tische und Schränke, wurden für dieses Bauvorhaben entwickelt und aus massivem Bodmaner Buchenholz gebaut. Die Bäume hierfür wurden unweit der Baustelle geschlagen und von der Zimmerei Hummel zu Möbeln verarbeitet.





