Adler­scheune

Die Maß­nahme soll im bes­ten Fall so zu der Gebäu­de­si­tua­tion pas­sen, dass sie selbst­ver­ständ­lich erscheint, als könne diese Situa­tion auch von Beginn an schon so gewe­sen sein.

Die soge­nannte Adler­scheune ist ein Öko­no­mie­ge­bäude mit einer klei­nen Knechts­woh­nung im Ober­ge­schoss. Direkt unter der Woh­nung befand sich eine Bren­ne­rei. Eine undichte Dach­haut und ein län­ge­rer Sanie­rungs­stau haben zu Schä­den in Dach und Wän­den geführt. Zwei wesent­li­che The­men bestim­men das Sanie­rungs­kon­zept: Mini­mie­rung struktureller/konstruktiver Umbau­ten und die Maxi­mie­rung des Erhalts von Sub­stanz unter Bei­be­hal­tung geal­ter­ter Mate­ria­lien und Ober­flä­chen. Der Umbau betrifft das öst­li­che Drit­tel des Hau­ses. Hier wer­den die ehe­ma­lige Knechts­woh­nung und die Bren­ne­rei zu einer klei­nen Woh­nung mit ca. 65 m² Wohn­flä­che zusam­men­ge­legt. Stär­kere Schä­den der Außen­wand füh­ren zu einem Neu­bau der OG-Wände in Holz­stän­der­bau­weise. Die Fas­sade wird aus einer Leis­ten-Deckel-Scha­lung gebil­det. Das Haus erfährt eine Ver­än­de­rung im Cha­rak­ter. Die Maß­nahme soll im bes­ten Fall so zu der Gebäu­de­si­tua­tion pas­sen, dass sie selbst­ver­ständ­lich erscheint, als könne diese Situa­tion auch von Beginn an schon so gewe­sen sein. Die zwin­gende Ables­bar­keit des Ein­griffs ist eher uner­wünscht, wird jedoch nicht zwang­haft ver­mie­den. Scheune, Stall und Durch­fahrt erfah­ren nur kon­ser­va­to­ri­sche Maß­nah­men. Dazu gehö­ren das Aus­tau­schen ver­faul­ter Holz­teile und die Neu­de­ckung des Dachs mit Zie­geln von einem Abrisshaus.