Austausch
Austausch

Über­le­gun­gen zukünf­tige Aus­rich­tung

Ser­vice

In den letz­ten Jah­ren ist unser Boots­betrieb stark gewach­sen. Inzwi­schen wer­den 750 Schiffe ein- und wie­der aus­gekrant und 300 Schiffe lagern in unse­ren Hal­len. Auch das Dienst­leist­ungs­an­gebot ist deut­lich aus­ge­baut wor­den, ins­be­son­dere im Motoren­service. Wir haben das unse­ren Mit­arbeitern, ins­be­son­dere dem Betriebs­leiter Karl Schatz zu ver­dan­ken.

Wir sind in einer Größen­ordnung ange­langt, die ein pro­fess­ionel­leres Manage­ment des Betrie­bes erfor­dert. Dazu gehört aus unse­rer Sicht ein selb­stän­di­ger Unter­neh­mer vor Ort. Des­halb ist der Service­bereich seit 1. 7. 2016 auf die Rudolf Boots­service GbR über­ge­gan­gen. Joa­chim und Oli­ver Rudolf sind Inha­ber der Rudolf Licht­werbung GmbH in Stutt­gart und in die­sem Geschäfts­bereich erfolg­rei­che Unter­neh­mer. Erste Erfah­run­gen in der Boots­branche haben sie mit der Über­nahme des Boots­pflege­betriebes Adolf Graf in Bod­man gesam­melt und damit ihr Hobby zum Beruf gemacht. Wir freuen uns dar­über, dass mit die­ser Zusam­men­ar­beit eine gute Neu­ausrichtung gelun­gen ist. Gemein­sam wol­len wir den Boots­betrieb wei­ter aus­bauen und stär­ken.

Antrieb

Es stellt sich auch die Frage, wie es wei­ter­geht mit dem Was­ser­sport am Boden­see. Der Boden­see ist ein Trink­was­ser­spei­cher, von dem 5 Mil­lio­nen Men­schen ihr täg­li­ches Was­ser bezie­hen. Hat das Aus­wir­kun­gen auf die Art des Antriebs? Soll­ten wir nicht auf alter­na­tive Antriebe set­zen, Elek­tro, Solar, Bio­die­sel, Dampf? In Bod­man ist vor 30 Jah­ren die Deut­sche Dampf­boot­ge­sell­schaft ent­stan­den. Der wun­der­schön restau­rierte Rad­damp­fer, die Hoh­ent­wiel, hat Hei­mat­recht in Bod­man und ein Dut­zend klei­nere Dampf­boote, idea­ler­weise mit Holz befeu­ert, berei­chern den See. Die Elek­tro­tech­nik in Boo­ten wird tech­nisch aus­ge­reif­ter und ver­füg­bar, wie man jedes Jahr auf der Messe in Fried­richs­ha­fen sehen kann. Sicher ist es aber auch nicht sinn­voll, alle in Gebrauch befind­li­chen Boote über­has­tet durch neue zu erset­zen.

Ver­lan­dung

Im Jahre 2007 haben wir uns Gedan­ken gemacht, wie die zuneh­mende Ver­lan­dung der Kran­zu­fahrt und der Lie­ge­plätze zurück­ge­führt wer­den kann. Eine Aus­bag­ge­rung wurde mit dem Land­rats­amt bespro­chen und ver­schie­dene Unter­su­chun­gen ange­stellt. Auch unter­was­ser­ar­chäo­lo­gi­sche Unter­su­chen wur­den vor­ge­nom­men. Diese haben erge­ben, dass die schon lange bekannte Pfahl­bau­sied­lung „Im Wei­ler“, die sich west­lich unse­rer Boots­an­lage am Ufer befin­det, Aus­läu­fer bis zum öst­lich von uns lie­gen­den Gemein­de­ha­fen hatte.

Noch heute sieht ein geschul­tes Auge Pfähle aus der Stein­zeit, und Tau­cher kön­nen Kera­mi­ken und Gebrauchs­ge­gen­stände bis hin zu Tex­ti­lien, die sich im See­bo­den erhal­ten haben, frei­le­gen. An den sen­si­ble­ren Stel­len vor dem Ufer wur­den die von der Ero­sion bedroh­ten Kul­tur­gü­ter durch Auf­fül­len mit See­bo­den für die Zukunft erhal­ten. Bei unse­rem und den drei Nach­bar­ste­gen bedroht die Ero­sion diese Schich­ten nicht, im Gegen­teil, die Ver­lan­dung schützt. So ist die Idee ent­stan­den, statt Aus­bag­ge­run­gen vor­zu­neh­men, die Stege maß­voll zu ver­län­gern, um zusätz­li­chen Tief­gang zu errei­chen. Die Fahr­rinne zum Kran ist auf das ursprüng­li­che Maß aus­ge­bag­gert wor­den. Die dort auf­grund der frü­he­ren Aus­bag­ge­run­gen zwar nicht in üppi­ger Zahl vor­han­de­nen Funde wur­den vor­her von Tauch­ar­chäo­lo­gen gebor­gen. Ein Holz­rad aus der Jung­stein­zeit, das wohl älteste am Boden­see, war von beson­de­rer Bedeu­tung. Der Geneh­mi­gungs­pro­zess, der vom Seen­for­schungs­in­sti­tut bis zu einem Groß­teil der Behör­den im Land­rats­amt abge­wo­gen wer­den musste, hat 8 Jahre gedau­ert.